


SPIELZEUG
AUS MÜLL
MADAGASKAR
Partner-Organisation:
MAHAFALY
Die ehemalige französische
Kolonie Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern dieser Erde.
Rasantes Bevölkerungswachstum, gepaart mit den Folgen ungerechten Weltwirtschaftshandels
und dem Verfall traditioneller Strukturen führen zur Verelendung großer
Teile der Bevölkerung.
In der Hauptstadt Antanarivo
haben Straßenkinder vor einigen Jahren begonnen, Spielzeug aus Zivilisationsmüll
zusammenzubauen. Aus alten Büchsen, Drähten und Spraydosen entstehen
Autos, Motorräder, Flugzeuge und vieles mehr. Aus dieser Idee hat sich
eine kleine Produktion entwickelt. Mittlerweile können etwa ein Dutzend
Familienbetrieben davon menschenwürdigerleben.
Der faire Handel, mit gerechten
Preisen und längerfristigen Abnahmegarantien sichert Einkommen und Arbeitsplätze.
Die Spenden der Weltläden Rosenheim und Brannenburg bedeuten direkte Familienhilfe vor Ort. Vor allem Kindern und Jugendlichen eröffnen Ausbildungsmaßnahmen neue Lebensperspektiven und fördern den Willen zur Selbsthilfe.
KÖRBE
VOM HIMMEL
LESOTHO
Partner-Organisation: PODI-MOHAIR
Kingdom of the sky - "Königreich des Himmels" wird Lesotho auch genannt. Es liegt zwischen 1.500 und 3.500 Meter über dem Meeresspiegel und ist gänzlich von einem anderen Staat - Südafrika - umgeben.
Seit Generationen leben
die Familien in Lesotho von den Löhnen der Wanderarbeiter nach Südafrika.
Nach der Abschaffung der Apartheid wurden diese Arbeitsplätze aber zunehmend
an Südafrikaner vergeben, so dass die Armut der Basothi (Einwohner Lesothos)
stetig ansteigt.
Der Boden auf den bergigen Feldern ist karg, Industrie existiert kaum. Durch das Herstellen von Körben haben sich die Bewohner der Dörfer eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit geschaffen. Nach Jahrhunderte alter Tradition werden die Graskörbe aus MOSEA-Gras hergestellt, das in den Hochgebirgstälern wächst und das ganze Jahr geschnitten werden kann. Die in den Weltläden Rosenheim und Brannenburg verkauften Graskörbe sind im Durchmesser bis zu Zentimeter cm groß und vielseitig verwendbar.
Materialbeschaffung und -verteilung , den Vertrieb und die Organisation übernimmt dort die Basiskooperative "Lesotho Co-Operative Handicrafts".
GRÄSERNER
SCHMUCK
BENIN
Das ehemalige Königreich
Dahomey wurde Ende des 19. Jahrhunderts von französischen Truppen erobert
und in das Westafrikanische Kolonialreich eingegliedert. 1960 wurde das Land
unabhängig und 1975 umbenannt in Benin.
Der Staat am Golf von Guinea
gehört zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Wirtschaftlich ist
er mit einem Exportanteil von 80% fast völlig abhängig von der Baumwolle
und leidet unter deren Preisverfall am Weltmarkt.
Im abgelegenen Norden Benins haben Betammaribe-Frauen ein fast ausgestorbenes Handwerk neu belebt: Das Flechten von Gräsern zu richtigen Schmuckstücken. Die nach der Regenzeit geschnittenen Gräser werden in mühsamer Arbeit, da das Gras nicht brechen darf, achtfach geflochten oder spiralförmig zu Armbändern und Halsketten kunstvoll verarbeitet.
Von dem Erlös des Verkaufs in den Weltläden Rosenheim und Brannenburg gehen zwei Drittel an die Flechterinnen, ein Drittel wird zur Finanzierung von Gemeinschaftsprojekten wie Wege- und Brückenbau oder Schul- und Ausbildung verwendet.
SCHÖNE
GRÜSSE AUS RUANDA
RUANDA
Partner-Organisation: OURCHILD
Nur langsam erholt sich Ruanda von seiner Vergangenheit: Deutsche Kolonie, belgisches Völkerbundsmandat, Treuhandgebiet der Vereinten Nationen, Königreich, Republik.
Von 1990 bis 1994 Bürgerkrieg
und Massenmord, 1998 militärischer Einmarsch im Nachbarland Kongo. In
diesen extrem schweren Zeiten schuf das Nationalmuseum von Ruanda ein handwerkliches
Ausbildungszentrum, in dem zur Zeit in fünf Werkstätten mehr als
hundert Jugendliche, davon etwa zwei Drittel Mädchen, ausgebildet werden.
Die von den Weltläden Rosenheim und Brannenburg verkauften Postkarten stammen aus der Postkartenwerkstatt des Ausbildungszentrums. 18 Jugendliche, betreut von zwei Ausbildern, stellen derzeit Postkarten aus Bananenblättern her.
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